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Diebstahl, Sabotage und Vandalismus führen in der Bauwirtschaft jedes Jahr zu erheblichen Verzögerungen. Die Folgen sind gravierend: Die Kosten für Verzögerungen belaufen sich auf 2.000 bis 5.000 Euro pro Tag. Auffällig ist, dass jedes vierte Ereignis von eigenen Mitarbeitenden verursacht wird. Zeit zu handeln! Marc van den Berg, Manager Site Security bei Boels Rental, gibt vier Tipps für einen ganzheitlichen Ansatz zur Sicherheit auf der Baustelle – zum Schutz von Menschen und Material.
Sorgen Sie für eine gute Zugangskontrolle
Mit intelligenter Zugangskontrolle, von Zäunen und Schranken bis hin zu Drehkreuzen, Kameras und Speedgates, behalten Sie genau den Überblick darüber, wer die Baustelle betritt und verlässt. Im Falle von Diebstahl oder Sabotage können diese Daten eingesehen werden, um Untersuchungen zu beschleunigen. Zugangskontrollen sind auch für Besucher von Vorteil, da sie beispielsweise temporären Zugang über eine Zugangskarte oder einen QR-Code erhalten können. In Notfällen wie Bränden oder Evakuierungen kann Zugangskontrolle sogar lebensrettend sein, da sich schnell überprüfen lässt, ob alle Personen das Gelände sicher verlassen haben.
Rund-um-die-Uhr-Überwachung mit intelligenter Videoüberwachung
Mit intelligenter Videoüberwachung inklusive Bewegungserkennung behalten Sie die Baustelle rund um die Uhr im Blick. Verdächtige Situationen werden automatisch an die Leitstelle gemeldet, sodass Sicherheitsdienste oder die Polizei sofort eingreifen können. Auch für die Sicherheit der Bauprofis sind Kameras mit Detektionsfunktionen entscheidend: Sie erkennen Unfälle und Notsituationen unmittelbar und ermöglichen ein schnelles Eingreifen. Durch die Verknüpfung von Kameras, Zugangskontrolle, Beleuchtung und Alarmsystemen sichern Sie die Baustelle optimal ab. Vergessen Sie dabei auch die digitale Sicherheit nicht: Schützen Sie Ihre Systeme, um zu verhindern, dass Hacker mitsehen, Systeme lahmlegen oder sich Zugang zum Gelände verschaffen.

Vorfälle evaluieren und Anpassungen vornehmen
Vorbeugen ist natürlich besser als heilen. Doch wenn es dennoch zu einem Vorfall kommt, sollte dieser als Lernmoment genutzt werden. Analysieren Sie genau, was schiefgelaufen ist: Wo wurde beispielsweise Material gestohlen, um welches Material handelte es sich und wie ist der Täter auf das Gelände gelangt? Auf Basis dieser Erkenntnisse können Sie künftig gezielte Maßnahmen ergreifen, etwa wertvolle Materialien zusätzlich sichern oder an besonders gefährdeten Stellen die Überwachung verstärken.
Arbeiten Sie an einer Sicherheitskultur
Eine sichere Baustelle entsteht nur gemeinsam. Ihre Mitarbeitenden, Partner und Besucher sind die Augen und Ohren des Geländes. Das erfordert eine transparente und vertrauensvolle Kultur, in der Bauprofis aktiv eingebunden sind und Vorfälle kontinuierlich analysiert und angegangen werden. Bewusstsein ist dabei entscheidend: Schulungen sollten sich nicht nur mit Regeln befassen, sondern auch mit dem Umgang mit Dilemmata. Was tun Sie, wenn Sie eine Kollegin, einen Kollegen oder eine unbefugte Person an einem verdächtigen Ort sehen? Wo melden Sie dies? Und wie sprechen Sie sich gegenseitig an? So arbeitet jeder mit an einer Baustelle, auf der Sicherheit immer an erster Stelle steht.




